Ausinstrumentierte Dynamik von Richard Wagner bis zum „symphonischen Heavy Metal“

Einleitung zur ausinstrumentierten Dynamik

Der Begriff Dynamik in der Musik bezeichnet die unterschiedliche Lautheitsgrade, wie sie in den Grundwerten forte und piano und ihren Steigerungen dargestellt werden. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Grade — crescendo und decrescrendo — und die Akzentuierung (sf), betrifft es auch.

Doch gibt es einen feinen Unterschied zwischen der Lautheit und der Lautstärke. Ein Beispiel: ein zwei­gestrichenes »c« (bei gleicher Lautheit) ist von unterschiedlicher Lautstärke. Je nachdem ob etwa Celli, Klarinetten oder Harfen es spielen. Natürlich sind beide Phänomene eng miteinander Verknüpft. Aus­instrumentierte Crescendi als Beispiel, sind sowohl Crescendi der Lautstärke als auch der Lautheit. Dem zu folge ist der Zusammenhang zwischen der Instrumentation und der Dynamik nachvollziehbar und von größter Wichtigkeit.

Ausinstrumentierte Dynamik im Rahmen vom „symphonischen Heavy Metal“

Ist von essenzieller Wichtigkeit. Das Fundament unserer Musik bilden Rhythmik und Dynamik. Doch die Musik die unmittelbar auf das vegetative Nervensystem einwirkt, wollen wir nicht. In unserer Musik werden nicht nur indifferente Klanggebilde durch die Dynamik überformt. Die Dynamik kann auch als struktur­verstärkendes Element erscheinen. Sie kann den Ausdruck melodischer, harmonischer und rhythmischer Verläufe Unterstützen. Zudem kann sie den formalen Aufbau ver­deutlichen.

Ausinstrumentierte Dynamik ist bereits in der Komposition angelegt. Bedingt dadurch werden alle Voraus­setzungen für eine angemessene Aufführung geschaffen. Das heißt, dass die Qualität des Orchesters und seine einzelne Musiker von sekundärer Wichtigkeit sind.

Ausinstrumentierte Dynamik bei Richard Wagner

Eines der besten Beispiele dazu finden wir im Schaffenswerk von Richard Wagner. Schauen wir uns den betreffenden Partiturausschnitt an. Im ersten Takt des Vorspiels zur Götterdämmerung wird ein forte verwirklicht durch 3 Oboen, 3 Klarinetten, 2 Hörner und 1 Bass-Trompete.

Im 2 Takt des gleichen Beispiels wird ein piano verwirklicht. Und zwar durch 3 Große Flöten, 1 Englisches Horn, 2 Fagotte, 2 Tenor-Tuben, 2 Bass-Tuben, 1 Kontrabasstuba und 12 Violoncelli. Die Auf­listung der teil­nehmenden Instrumenten macht deutlich, dass 2 unterschiedliche In­stru­mentengruppen für die Umsetzung der forte > piano - Akkorde verantwortlich sind.
Zur Partitur- und Tondatei des Beispiels „Ausinstrumentierte Dynamik“

Die grafische Darstellung der Amplitude (Spreizung der Schwingung)

Es folgt die Abbildung mit der grafischen Darstellung der Amplitude. Damit ist die Spreizung der Schwingung gemeint.

Grafische Darstellung der Amplitude im Bezug auf die Dynamik
Sie macht den bruchlosen Übergang zwischen dem forte und dem piano sichtbar. Denn die eine Instrumentengruppe ist mit der Realisierung des forte betraut worden und die andere Instrumenten­gruppe mit dem piano. Die Instrumentation erfüllt hier die Aufgabe, mögliche Schwächen der Aufführung vor­zubeugen. Zudem beeinflußt die ausinstrumentierte Dynamik die Klangwirkung der Akkorde.

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